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Design liebt Text – auch im Portfolio

Viele Kreative begehen den Fehler und denken: “Texte brauche ich nicht. Meine Designs sprechen für sich selbst.” Doch so einfach funktioniert es nicht, wenn es um dein Portfolio geht.

Der Betrachter kann alleine durch das gezeigte Design nicht nachvollziehen, in welchem Kontext das Design entstanden ist, wer der Kunde war oder wie du auf die Idee gekommen bist. Es gibt ja nur die Abbildung. Zu wissen, worum es beim Auftrag ging, ist jedoch wichtig, um beurteilen zu können, ob du auch für das geplante Projekt der passende Designer bist. Nutze die Texte und deinen Schreibstil, um deine Botschaft zu unterstützen.

  • Gibt zu jedem Designprojekt in deinem Portfolio eine kurze Erklärung, worum es ging und wer der Auftraggeber war. Nenne auch die Branche, in der dein Auftraggeber tätig ist, um zukünftigen Kunden ein besseres Bild von deinen Erfahrungen zu geben (z.B. Illustration für den Kinderbuchverlag “XY” oder Webdesign für den Business Coach “Paulus Beispiel”).
  • Sag, was das Ziel des Designprojektes war, und fass zusammen, mit welchen Anforderungen der Kunde an dich herangetreten ist.
  • Denk auch an deine Teamkollegen oder Partner, wenn du nicht alleine gearbeitet hast.
  • Abschließend kannst du mit ein paar Worten das Endergebnis zusammenfassen und hervorheben, wo für dich bei diesem Projekt der gestalterische Schwerpunkt lag.
  • Du hast ein tolles Testimonial vom Kunden für deine Arbeit bekommen? Dann teile es hier. Dein Portfolio ist nicht der Ort, um mit deinen Erfolgen hinter dem Berg zu halten.
Design liebt Text, weil es so viel schneller und einfacher ist all die tollen Details und Besonderheiten hervorzuheben, die du für dein Design entwickelt hast. Gerade im Portfolio. © Sirapku von Emily Lai

Zu guter Letzt gehören auch deine Kontaktdaten (Name, Telefonnummer, Mail, Website) ins Design-Portfolio und müssen auf jeder Seite problemlos zu finden sein. Das macht es deinen Auftraggebern leicht, dich zu kontaktieren. Außerdem werden Portfolio-PDFs immer wieder auseinandergenommen oder nur seitenweise im jeweiligen Unternehmen geteilt. Da nützt es wenig, wenn du deine Kontaktangaben nur auf der letzten Seite hast.

Auf den Punkt: Text gehört ebenso ins Portfolio wie deine Bilder. Ohne Erläuterungen kann der Betrachter nicht verstehen, was genau du gemacht hast und was das Ziel des Designs war.